Auftragsflaute als Virtuelle Assistentin – was tun wenn`s mal ruhiger wird im VA Business

Feb. 28, 2026

Du kennst das Gefühl: Letzte Woche noch drei Anfragen gleichzeitig, diese Woche – absolute Stille. Willkommen im ganz normalen Alltag der Selbstständigkeit als Virtuelle Assistentin. Und nein, das ist kein Zeichen, dass du versagst.


Business in Wellen – warum Auftragsflauten zur Selbstständigkeit gehören

Wer als Virtuelle Assistenz oder Freelancer selbstständig ist oder gerade überlegt, als VA zu starten, sollte eine Wahrheit kennen: Das Business läuft in Wellen. Mal ist richtig viel los, mal wird es ruhiger und das ist vollkommen normal.

Genau darüber haben Cordula und ich in unserer neuesten Podcast-Folge (VA Happiness) gesprochen: Wie wir mit Auftragsflauten und Auftragsspitzen umgehen, was wir uns selbst immer wieder sagen müssen und welche konkreten Strategien uns wirklich helfen.


Auftragsflaute als VA: Panik oder Vertrauen?

Ich erinnere mich noch gut an meine erste echte Flaute: gleich vier Projekte brachen auf einmal weg. Automatisierung hier, eine Festangestellte dort und zack, war ein Großteil des Umsatzes weg.

Was hilft in solchen Momenten?

Mit der Zeit und der Erfahrung wächst das Vertrauen in sich selbst. Du weißt, was du kannst. Du weißt, dass du sichtbar bist. Du weißt, dass Anfragen wiederkommen. Heute sage ich mir: Business ist in Wellen. Und nach jeder Ebbe kommt die Flut.


So nutzt du die ruhige Phase als VA wirklich sinnvoll

Eine Auftragsflaute im VA Business ist kein Grund, sich zu verkriechen – ganz im Gegenteil. Das ist deine Chance, an deinem Business zu arbeiten statt nur darin. Hier sind die Strategien, die bei uns wirklich funktionieren:

1. Sichtbarkeit hochfahren – aber wichtig ist IMMER präsent bleiben

Der klassische Fehler: Marketing nur machen, wenn es brennt. Kennst du das Praktiker-Prinzip? Die haben immer nur dann Werbung geschaltet, wenn es schlecht lief und irgendwann kamen die Kunden nur noch, wenn es Rabatte gab. Das hat ihnen letztendlich das Genick gebrochen.

Als Virtuelle Assistentin solltest du dauerhaft sichtbar sein: auf LinkedIn, Instagram, in deiner Community. In Flauten kannst du die Sichtbarkeit ruhig noch etwas hochfahren, weil du die Kapazitäten hast. Aber bitte nicht nur dann!

2. Netzwerken & alte Kontakte reaktivieren

Schreib ehemaligen Kunden an. Sag einfach: „Hey, ich habe gerade Kapazitäten – hast du vielleicht etwas für mich?“ Klingt simpel, funktioniert aber erstaunlich gut. Aus solchen kurzen Nachrichten entstehen regelmäßig neue Aufträge.

Und tausch dich mit VA- und Freelancer-Kolleginnen aus! Aus dem Austausch kommen Inspirationen, neue Ideen und manchmal sogar Weiterempfehlungen.

3. An deinem Business arbeiten statt nur darin

  • Website überarbeiten
  • Social-Media-Strategie neu aufsetzen
  • Neue Dienstleistungen entwickeln
  • Podcast-Folgen aufnehmen
  • Prozesse optimieren

Ich habe selbst eine Liste mit Ideen, die ich immer weiterführe. In ruhigen Phasen schaue ich drauf und frage mich: Was passt gerade? Was ist der nächste sinnvolle Schritt im Business? Genau dann setze ich es um.

4. Weiterbildung & strategische Neuausrichtung

Ist dein Angebot als VA noch gefragt? Gibt es einen neuen Kanal, den du noch nicht bedient hast? Gibt es Skills, die du dir aufbauen könntest?

Manchmal ist eine Flaute eine Einladung zur Veränderung.

5. Rücklagen bilden – in guten Zeiten!

Das ist der Punkt, den viele unterschätzen, wenn sie als VA selbstständig werden: In Superzeiten schön Rücklagen bilden für die Flauten. Wenn alles läuft, denkt man: Boah, was mache ich als nächstes? Welches Tool kaufe ich mir?

Erst Rücklagen. Dann Investitionen. 😉


Wenn plötzlich zu viele Aufträge reinkommen – auch das ist eine Herausforderung

Genauso spannend: Wenn nach der Flaute plötzlich fünf Anfragen auf einmal kommen. Der Reflex ist klar: alles annehmen! Und genau das kann schiefgehen.

Ich mache es heute so: Ich prüfe jede Anfrage intensiv. Passt das Thema? Passt die Person? Liegt mir das wirklich? Und ich kommuniziere offen und transparent, wenn ein Projekt erst später starten kann. Das Ergebnis? Zufriedene Kunden, die das sogar als Entlastung empfinden.

Wichtig: Hüte dich davor, in der Panik einer Flaute Aufträge anzunehmen, die gar nicht zu dir passen. Buchführung für andere machen, weil gerade nichts läuft? Nur wenn du das wirklich willst und bereit bist, dich einzuarbeiten. Ansonsten gilt: Es kommt etwas Besseres nach.

Und: Lieber mehrere kleinere Kunden als zwei große, denn wenn einer wegbricht, ist die Lücke sonst riesig.


Der größte Fehler in der Flaute: Der Vergleich mit anderen

Social Media zeigt nur die Highlights. Die Person, die vor einem Jahr wirkte wie eine Millionärin, ist ein halbes Jahr später wieder in der Festanstellung. Nicht alles, was glänzt, ist Gold.

Vergleiche machen blind für das eigene Potenzial und treiben dich in die Rückzugsfalle. Genau dann, wenn du sichtbar sein solltest, ziehst du dich zurück. Das ist kontraproduktiv.

Bleib im Vertrauen. Bleib sichtbar. Bleib im Netzwerk ♥️.


Zusammenfassung: Was dir als VA in der Auftragsflaute wirklich hilft

✅ Verstehe: Flauten sind ein normaler Teil der Selbstständigkeit
✅ Bleib sichtbar – nicht nur wenn es brennt, sondern immer
✅ Reaktiviere alte Kontakte und netzwerke aktiv
✅ Nutze die Zeit für dein Business: Website, Content, neue Produkte, Weiterbildung
✅ Überprüfe dein Angebot: Ist es noch marktrelevant?
✅ Bilde Rücklagen in guten Zeiten
✅ Vermeide den Vergleichsfallen-Sog auf Social Media
✅ Tausch dich mit anderen VAs und Freelancern aus – du bist nicht allein


Mehr Einblicke aus dem echten VA-Business-Alltag findest du in unserem Podcast VA Happiness – hör doch mal rein. 🎙️


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